Einer der unberührtesten Orte auf Madeira ist Achadas da Cruz. Es liegt abgelegen, bietet wenig Unterhaltung – und genau das macht es zu einem unserer Lieblingsorte auf der Insel. Außerdem befindet sich hier auch noch die steilste Seilbahn Madeiras – was für ein Ausblick aus der Gondel! Kurz gesagt: Das ist unser absoluter Geheimtipp für deinen Madeira-Urlaub.
Toller Tipp! Achadas da Cruz ist auch eines der besten Surfziele auf Madeira!
Achadas da Cruz – Das kleinste Dorf auf Madeira
Achadas da Cruz ist ein malerisches kleines Dorf im Nordwesten Madeiras, in der Nähe von Porto Moniz. Es ist bekannt für seine atemberaubenden Aussichten, die friedliche Natur und die traditionelle Landwirtschaft. Es ist wirklich winzig – laut Google leben hier nur 121 Menschen. Wenn du auf der Suche nach den weniger bekannten und unberührten Orten Madeiras bist, bist du hier genau richtig!
Die Seilbahn von Achadas da Cruz
Die Hauptattraktion von Achadas da Cruz ist die Seilbahn – auf Portugiesisch Teleférico das Achadas da Cruz. Sie bringt dich vom hoch gelegenen Dorf hinunter zur Küstenebene Fajã da Quebrada Nova. Diese kleine, fruchtbare Ebene war früher nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar und wird von einheimischen Bauern zum Anbau ihrer Feldfrüchte genutzt. Für sie ist die Seilbahn ein wichtiges Transportmittel.
Achtung! Die Seilbahn fährt täglich, macht jedoch mittags eine kurze Siesta. Im Sommer kann es sein, dass du etwas warten musst.
Die Fahrt mit der Seilbahn ist ein echtes Abenteuer: ein steiler Abstieg von etwa 450 Metern auf einer Strecke von rund 3 Kilometern. Für Menschen mit Höhenangst ist das vielleicht nichts – und bei dem Gedanken an eine Seilbahn stellt man sich schnell eine wackelige Gondel vor. Wenn du unsicher bist, kannst du vom Aussichtsplateau neben der Seilbahn zunächst einen Blick auf die Strecke werfen. Die Fahrt dauert nur wenige Minuten, doch das Erlebnis und die Aussicht bleiben unvergesslich. Es ist also Aussichtspunkt und Transportmittel in einem!
Fajã da Quebrada Nova
Unten, in der Fajã da Quebrada Nova, fühlt es sich an, als würde man eine Zeitreise machen. Dieses abgelegene Gebiet ist fast verlassen – nur wenige kleine Häuser und ansonsten eine wunderbare Leere. Die Häuser gehören meist Einheimischen, die sie als Wochenend- oder Ferienhäuser nutzen. Wenn du mich fragst, ist das der perfekte Ort für ein Ferienhaus.
Die Fajã ist der ideale Ort für Ruheliebende, Naturliebhaber und Wanderfreunde. Es gibt hier kaum etwas – und doch gleichzeitig so viel. Entlang des Ozeans verläuft ein Fußweg über den Kieselstrand, mitten durch die wilde Natur.
Unten gibt es nicht viel, aber es gibt ein kleines Strandcafé. Es gibt keine feste Speisekarte – gegessen wird, was gerade gekocht wird. Du zahlst, was es dir wert ist, denn der Preis ist freiwillig. Das kleine Restaurant hat nicht immer geöffnet.

Wandern in Achadas da Cruz
Direkt neben der Seilbahn beginnt auch der Wanderweg nach unten – der ursprüngliche Pfad, den die Bauern einst benutzt haben. Starte mit einem Kaffee im kleinen Café, nutze die letzte Gelegenheit für eine Toilette und beginne dann deinen Abstieg. Natürlich kannst du auch zu Fuß hinunterlaufen und mit der Seilbahn wieder hinauffahren.
Du kannst dich auch für eine längere Wanderung entscheiden. Der Weg Vereda do Calhau – Fajã Nova auf Madeira ist wunderschön, aber auch anspruchsvoll. Er führt entlang der wilden Nordküste der Insel. Unterwegs hast du fantastische Ausblicke auf den Atlantik, gehst entlang steiler Klippen und der typischen „Fajãs“, den Landzungen. Die Strecke ist nur etwa 5 Kilometer lang, aber du brauchst dafür 2 bis 3 Stunden.
Hier die Route auf AllTrails ansehen
Tipp! Du kannst bei Fajã da Quebrada Nova auch mit der Seilbahn wieder nach oben fahren – das spart dir den Aufstieg.
Die Wanderung beginnt in Ribeira Funda, einem kleinen Dorf hoch über der Küste. Von dort führt der Weg langsam hinunter zum Meer – pass unterwegs gut auf, nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch wegen der losen Steine. Der Pfad ist gut gepflegt, aber stellenweise rutschig. Unterwegs kommst du an alten, verfallenen Häusern vorbei.
Ein paar praktische Tipps: Trage gute Wanderschuhe und nimm ausreichend Wasser mit – unterwegs gibt es kaum Schatten. Es ist keine gefährliche Wanderung, aber eine, bei der man aufmerksam bleiben sollte.






