Der Unterschied zwischen Madeira und Porto Santo | Wohin geht deine Reise?

Jeder kennt Madeira inzwischen – die Insel der steilen Klippen, Levadas und endlosen Ausblicke. Doch direkt daneben liegt eine kleinere, deutlich ruhigere Insel, die oft übersehen wird: Porto Santo. Und das ist wirklich schade. Der kleine Bruder Madeiras ist genau das Richtige, wenn du genug hast von kurvigen Straßen und nebelverhangenen Bergen. Hier dreht sich alles um Strand, Ruhe und einfach mal nichts müssen.

Der Unterschied zwischen Madeira und Porto Santo

Obwohl die beiden Inseln nur etwa eine Stunde Bootsfahrt voneinander entfernt liegen, könnten sie kaum unterschiedlicher sein.

Madeira ist ein Paradies für Wanderer, Naturliebhaber und Fotografen. Du fährst über kurvige Straßen durch Wolkenmeere, entdeckst Wasserfälle im Inselinneren und genießt die lebendige Atmosphäre in Funchal. Auch optisch ist Madeira ganz anders, denn die Insel ist extrem grün und überall blühen Blumen. In den letzten Jahren ist Madeira sehr beliebt geworden, wodurch es an vielen Orten recht voll sein kann – besonders an bekannten Highlights wie dem Pico do Arieiro oder der PR6-Wanderung zu den 25 Fontes.

Porto Santo hingegen bildet den ultimativen Kontrast. Keine Berge, keine vollen Straßen, kaum Verkehr. Die Insel ist deutlich kleiner und viel ruhiger. Hier stehen Strand, Meer und Entspannung im Mittelpunkt. Die goldene Sandküste ist weich, sauber und soll dank der Mineralien im Sand sogar heilende Eigenschaften haben. Ob das wirklich gegen Rheuma oder Stress hilft, sei dahingestellt – nach ein paar Tagen auf Porto Santo fühlst du dich auf jeden Fall erholt. Außerdem ist es auf Porto Santo fast immer etwas wärmer. Selbst im Winter liegen die Temperaturen hier oft um die 20 Grad.

Wo liegt Porto Santo eigentlich?

Porto Santo liegt etwa 43 Kilometer nordöstlich von Madeira, mitten im Atlantischen Ozean. Die Insel gehört zur gleichen Inselgruppe, fühlt sich aber völlig anders an. Während Madeira grün, wild und bergig ist, wirkt Porto Santo karg, trocken und goldgelb. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn ein fast neun Kilometer langer Sandstrand erstreckt sich über die gesamte Südküste. Die Insel ist zudem sehr überschaubar – ein Auto auf Porto Santo ist daher eigentlich nicht nötig.

Wie kommt man nach Porto Santo?

Es gibt zwei Möglichkeiten, nach Porto Santo zu reisen: mit der Fähre oder mit dem Flugzeug.

Mit der Fähre ab Madeira

Die meisten Besucher nehmen die Fähre von Porto Santo Line ab Funchal. Die Überfahrt dauert etwa zweieinhalb Stunden und ist ein Erlebnis für sich – vor allem, wenn du unterwegs Delfine siehst. Die Fähre fährt je nach Saison meist einmal täglich und legt im Hafen von Vila Baleira an, dem einzigen richtigen Ort der Insel.
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Mit dem Flugzeug

Vom Flughafen Madeira fliegst du in nur etwa 25 Minuten zum Flughafen Porto Santo. Außerdem gibt es im Sommer direkte Charterflüge vom portugiesischen Festland. Direktflüge aus Deutschland gibt es derzeit noch nicht, aber mit einem Zwischenstopp in Lissabon ist Porto Santo gut erreichbar.

Was man auf Porto Santo unternehmen kann

Die meisten kommen hierher, um zu entspannen – trotzdem gibt es genug zu tun, um die Tage entspannt zu füllen.

Das neun Kilometer lange Sandstrand genießen

Von der Praia do Fontinha bei Vila Baleira bis zur Ponta da Calheta im Westen erstreckt sich ein fast endloser Strand. Der Sand ist goldgelb, das Wasser kristallklar. Ideal zum Spazierengehen, Sonnenbaden oder einfach zum Lesen eines Buches mit einem kühlen Getränk in der Hand.
💡 Die schönste Strände auf Porto Santo

Die Lavapools von Porto das Salemas entdecken

Im Norden der Insel liegt Porto das Salemas mit natürlichen Pools zwischen schwarzen Lavasteinen. Am besten gehst du bei Ebbe hin, nimmst deine Schnorchelausrüstung mit und genießt das klare Wasser und die absolute Ruhe. Keine Strandliegen, keine Beachbars – nur pure Natur.

Wanderung zum Pico do Castelo

Für etwas Bewegung lohnt sich eine Wanderung zum Pico do Castelo, einem 437 Meter hohen Berg mit Blick über die gesamte Insel. Der Weg ist gut begehbar und oben wirst du mit einem Panorama belohnt, das zeigt, wie klein und besonders Porto Santo wirklich ist.

Vila Baleira besuchen

Vila Baleira ist der einzige Ort auf Porto Santo – und das sagt schon viel über die Ruhe hier aus. Du findest dort einige gemütliche Cafés, das Christoph-Kolumbus-Museum (er lebte hier eine Zeit lang) und eine Promenade, die abends langsam zum Leben erwacht.

Die Atmosphäre auf Porto Santo

Auch die Atmosphäre unterscheidet sich stark von Madeira. Während Madeira lebendig und abenteuerlich wirkt, ist Porto Santo deutlich ruhiger. Kein Verkehrslärm, keine Hektik – nur das Rauschen des Meeres. Das Tempo ist langsamer, die Tage fühlen sich länger an. Einheimische nehmen sich Zeit für ein Gespräch, und Reisende kommen vor allem wegen Ruhe und Sonne. Denk an Flip-Flops, Sonnenhut und einen Tagesplan, der hauptsächlich aus „mal schauen, wohin uns der Tag führt“ besteht. Während auf Madeira das Gleichgewicht zwischen Einheimischen und Touristen manchmal etwas kippt, ist es auf Porto Santo noch angenehm ausgewogen.

Übernachten auf Porto Santo

Es gibt überraschend viele gute Unterkünfte auf der Insel, von All-inclusive-Resorts bis zu kleinen Pensionen.

Warum sich ein Besuch auf Porto Santo lohnt

Porto Santo ist keine Insel voller Sehenswürdigkeiten oder spektakulärer Natur. Und genau das macht sie so besonders. Hier geht es nicht darum, was du alles sehen oder erleben musst, sondern darum, was du nicht tun musst. Porto Santo ist das Gegenteil von Madeira: weniger spektakulär, dafür umso entspannter.

Ob du nach einer aktiven Madeira-Reise ein paar Tage abschalten möchtest oder einfach Ruhe und Meer suchst – Porto Santo ist ein Ort, den man leicht übersieht. Bis man einmal dort war. Danach möchte man zurück.

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