Sie schwanken zwischen Madeira und Porto Santo? Damit sind Sie absolut nicht allein. Obwohl die beiden Inseln nur etwa 43 Kilometer voneinander entfernt liegen, fühlt sich ein Urlaub auf Madeira völlig anders an als ein Urlaub auf Porto Santo. Madeira ist weltbekannt für spektakuläre Bergwelten, einzigartige Levadawanderungen und eine faszinierende grüne Natur. Porto Santo hingegen ist eine ruhige Insel, auf der ein neun Kilometer langer, goldener Sandstrand die Hauptrolle spielt. In diesem Artikel vergleichen wir Madeira und Porto Santo in allen wichtigen Punkten – von Stränden und Natur über Aktivitäten und Preise bis hin zu Wetter und Atmosphäre. So wissen Sie in wenigen Minuten, welche Insel am besten zu Ihren Urlaubsplanungen passt.
Madeira oder Porto Santo? Das ist der größte Unterschied
Wenn Sie zwischen Madeira und Porto Santo schwanken, lässt sich der Hauptunterschied ganz einfach zusammenfassen: Nach Madeira reist man vor allem, um viel zu erleben und zu unternehmen – nach Porto Santo reist man, um einfach mal überhaupt nichts tun zu müssen.
| Wählen Sie Madeira, wenn Sie… | Wählen Sie Porto Santo, wenn Sie… |
| Gerne in der Natur wandern | Einen entspannten Strandurlaub suchen |
| Viele Sehenswürdigkeiten entdecken wollen | Vollkommen zur Ruhe kommen möchten |
| Berge und spektakuläre Aussichtspunkte lieben | Sonne, Meer und Sandstrand genießen wollen |
| Jeden Tag etwas Neues erleben möchten | Nicht jeden Tag unterwegs sein müssen |
| Einen aktiven Urlaub bevorzugen | Einen ruhigen Erholungsurlaub suchen |
Unsere schnelle Empfehlung: Reisen Sie zum ersten Mal auf diese Inselgruppe und müssen sich für eine einzige Insel entscheiden? Dann würden wir uns für Madeira entscheiden. Suchen Sie jedoch in erster Linie Sonne, Meer, Traumstrände und absolute Ruhe, ist Porto Santo wahrscheinlich die bessere Wahl.
Was ist schöner: Madeira oder Porto Santo?
Puh, das ist eine schwierige Frage. Wenn wir rein danach bewerten, welche Insel die beeindruckendere Natur bietet, gewinnt Madeira ohne Zweifel.
Die Landschaft auf Madeira ist unglaublich abwechslungsreich. Im einen Moment wandern Sie durch einen dichten Lorbeerwald (Laurisilva) und nur eine Stunde später stehen Sie über den Wolken zwischen kargen Berggipfeln. Es gibt spektakuläre Wasserfälle, steile Klippen, sattgrüne Täler, schwarzes Vulkangestein und überall exotische Blumen. Selbst das Autofahren auf Madeira wird hier schnell zu einem eigenen Erlebnis.
Und da haben wir noch gar nicht von den Miradouros (Aussichtspunkten) gesprochen – gefühlt wartet hinter jeder dritten Kurve ein neuer, atemberaubender Ausblick.
Porto Santo setzt dagegen auf ganz andere Vorzüge. Die Insel ist deutlich trockener und karger. Erwarten Sie hier also nicht die gleiche üppige, grüne Natur wie auf Madeira. Dennoch fanden wir die Landschaft keineswegs langweilig. Gerade durch die goldgelben Farbtöne, die vulkanischen Hügel und den endlosen Atlantischen Ozean im Hintergrund besitzt Porto Santo seinen ganz eigenen Charme.
Da die Insel so kompakt ist, genießen Sie von den höheren Punkten zudem herrliche Panoramablicke über fast das gesamte Eiland.
Aber ehrlich ist ehrlich: Wenn Sie für spektakuläre Naturreisen kommen, würden wir uns immer für Madeira entscheiden.


Traumstrand gesucht? Dann wählen Sie Porto Santo
Hier müssen wir nicht lange um den heißen Brei herumreden: Für einen echten Strandurlaub ist Porto Santo um Längen besser geeignet als Madeira. Auf Madeira ist der Strand eher eine Nebensache – nach Porto Santo reist man genau deswegen.
Die Insel bietet einen fast neun Kilometer langen Sandstrand, der sich von Vila Baleira bis nach Ponta da Calheta erstreckt. Der Sand ist feinkörnig und goldgelb, das Meer kristallklar. Weil der Strand so weitläufig ist, findet man selbst in der Hauptsaison mühelos ein ruhiges Plätzchen. Der Kontrast zu Madeira hat uns wirklich beeindruckt: Keine steilen Klippen, die man erst über Serpentinen hinabfahren muss, sondern einfach Schlappen anziehen und direkt ins Meer hüpfen.
Natürlich hat auch Madeira Strände, allerdings sollte man keine klassische Strandinsel erwarten. Der vulkanische Ursprung sorgt für eine raue Küste mit steilen Klippen, Felsen und dunklen Kiesstränden. In Machico und Calheta gibt es zwar künstlich angelegte Sandstrände, und an verschiedenen Orten kann man wunderbar in den natürlichen Vulkanpools auf Madeira schwimmen. Mein absoluter Lieblingsstrand ist der schwarze Lavastrand von Seixal – er ist einfach wunderschön!
Möchten Sie jedoch jeden Morgen mit dem Handtuch unter dem Arm direkt an einen breiten Sandstrand spazieren? Dann gewinnt Porto Santo ohne jeden Zweifel.
→ Entdecken Sie auch unsere Übersicht der schönsten Strände auf Porto Santo, um zu sehen, welche Küstenabschnitte neben dem 9 km langen Hauptstrand noch auf Sie warten.


Wandern auf Madeira oder Porto Santo?
Lieben Sie das Wandern? Dann lässt sich die Antwort kurz und knapp auf den Punkt bringen: Madeira.
Wandern ist unserer Meinung nach einer der Hauptgründe für eine Reise nach Madeira. Die Insel verfügt über ein riesiges Netz an Wanderwegen und den berühmten Levadas (historische Wasserkanäle). An einem Tag wandern Sie durch dichte Lorbeerwälder, am nächsten Tag über schmale Bergkämme und tags darauf vorbei an rauschenden Wasserfällen.
Bekannte Routen wie die PR1 vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo, die PR6 zu den 25 Fontes oder die Wanderung über die Halbinsel Ponta de São Lourenço zeigen jeweils eine völlig andere Facette der Insel. Wir haben bereits zahlreiche Touren auf Madeira absolviert und haben immer noch eine lange Liste an Wegen, die wir unbedingt noch laufen möchten.
Auf Porto Santo kann man übrigens durchaus auch wandern. Die Tour zum Pico do Castelo macht viel Spaß und vom Pico Branco aus genießt man fantastische Aussichten auf die rauere Nordküste der Insel. Erwarten Sie jedoch nicht die gleichen spektakulären Routen wie auf Madeira. Dafür ist Porto Santo schlichtweg zu klein und die Landschaft nicht bergig genug.
→ Das sind die schönsten Wanderungen auf Porto Santo
Wir würden Porto Santo daher nicht gezielt für einen reinen Wanderurlaub buchen. Die Wanderwege bieten hier eher eine schöne Abwechslung zwischen den entspannten Strandtagen.
→ Reisen Sie nach Madeira zum Wandern? Werfen Sie auch einen Blick auf unsere Übersicht der schönsten Wanderungen auf Madeira. Dort finden Sie unsere Lieblingsrouten sowie praktische Infos zu Parkplätzen, Schwierigkeitsgraden und Erreichbarkeit.


Jeden Tag etwas Neues erleben? Auch hier hat Madeira die Nase vorn
Das ist womöglich der größte praktische Unterschied, den wir zwischen den beiden Inseln festgestellt haben.
Auf Madeira kann man problemlos einen Urlaub von 10 bis 14 Tagen füllen, ohne auch nur an einem einzigen Tag dasselbe zu tun. Gehen Sie wandern, machen Sie eine Bootstour zur Wal- und Delfinbeobachtung, erkunden Sie Funchal, fahren Sie nach Porto Moniz, spazieren Sie durch den Zauberwald Fanal oder fahren Sie mit der Seilbahn in Achadas da Cruz. Und das ist nur ein kleiner Auszug der Möglichkeiten!
Porto Santo ist deutlich kleiner. Das macht auch einen großen Teil seines Charmes aus, aber man muss diesen ruhigeren Charakter mögen. Sie können dort schnorcheln, ein Fahrrad oder einen Roller mieten, wandern, Golf spielen, die Insel mit dem Geländewagen erkunden und den Hauptort Vila Baleira besuchen. Dennoch hat man die wichtigsten Highlights nach wenigen Tagen gesehen. Wir fanden das überhaupt nicht schlimm – auf Porto Santo genießt man es geradezu, nicht jeden Tag ein volles Programm abarbeiten zu müssen.
→ Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten auf Porto Santo auf einen Blick


Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Madeira und Porto Santo
Nein, unserer Meinung nach ist Madeira schöner als Porto Santo. Madeira überzeugt durch seine grüne Natur, spektakuläre Berge und die herrliche Blütenpracht im Frühling. Porto Santo ist deutlich trockener und punktet vor allem mit seinem wunderschönen Sandstrand.
Ja, ein Tagesausflug nach Porto Santo lohnt sich absolut. Die Fähre legt morgens rechtzeitig ab und fährt erst am frühen Abend zurück – perfekt für einen entspannten Tag am Strand.
Ja, die Kombination von Madeira und Porto Santo ist sehr beliebt. Da es kaum Direktflüge aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Porto Santo gibt, bietet sich eine Kombination im Rahmen einer Reise perfekt an.
Nein, Porto Santo ist klein und überschaubar. Es gibt zudem geführte Inseltouren, die Sie zu allen Highlights bringen. Alternativ leihen Sie sich einfach ein Fahrrad oder nutzen ab und zu ein Taxi.
Porto Santo ist fast immer ein paar Grad wärmer (und auch sonniger) als Madeira. Das liegt an den leicht abweichenden Wind- und Wetterströmungen.
Das Preisniveau ist vergleichbar. Die Hotels auf Porto Santo sind manchmal etwas günstiger, allerdings entstehen zusätzliche Anreisekosten (z. B. für die Fähre), sodass sich die Gesamtkosten schlussendlich kaum unterscheiden.




