Madeira ohne Wandern: Lohnt sich die Insel auch für Nicht-Wanderer?

Madeira ist bekannt für seine Levadas, steilen Berge und spektakulären Wanderrouten. Aber was, wenn du überhaupt nicht gerne wanderst? Ist Madeira dann trotzdem ein schönes Reiseziel? Ja. Wir waren selbst dort und haben neben dem Wandern unglaublich viele andere Dinge unternommen. Du musst deinen Urlaub einfach nur ein bisschen anders angehen. Anstatt Tage voller Wanderungen kannst du zum Beispiel mit dem Mietwagen die Insel erkunden, Bootstouren machen, schwimmen, Dörfer besuchen und gut essen. In diesem Artikel erzähle ich dir, was du auf Madeira machen kannst, ohne jeden Tag die Wanderschuhe anziehen zu müssen.

Ist Madeira auch ohne Wandern schön?

Ja, Madeira ist weit mehr als nur ein Reiseziel für Wanderurlaube. Es gibt zum Beispiel lokale Märkte, Weinverkostungen, Delphin- und Walbeobachtungen und vieles mehr. Natürlich ist Madeira eine sehr bergige Insel, weshalb du sicher hier und da ein Stück zu Fuß gehen musst. Aber es ist keineswegs so, dass es ausschließlich Wanderrouten gibt und sonst nichts.

Was kann man auf Madeira machen, wenn man nicht wandert?

Möchtest du auf Madeira nicht (nur) wandern? Dann haben wir hier eine schöne Liste mit Aktivitäten auf Madeira zusammengestellt, die rein gar nichts mit Wandern zu tun haben.

1. Mach einen Roadtrip auf Madeira

Eine der schönsten und unkompliziertesten Möglichkeiten, mehr von Madeira zu sehen, ist mit dem Auto. Musik an, anschnallen und los geht’s. Du kannst dir vorab eine komplette Route ausarbeiten, aber es macht genauso viel Spaß, einfach ohne Plan loszufahren. Sich zu verfahren ist eigentlich unmöglich und Madeira ist nicht riesig, sodass du am Ende des Tages immer problemlos wieder in deinem Hotel landest.

Ein toller Tipp ist diese Route entlang der Westküste von Madeira. Mit den öffentlichen Bussen bist du hier extrem lange unterwegs, weshalb man diese Ecke am besten im Rahmen eines Roadtrips erkundet.

2. Gehe Delfine und Wale beobachten

Neben dem Wandern ist Madeira noch für etwas anderes bekannt: für Wale. Der Atlantische Ozean ist der Lebensraum großer Gruppen von Delfinen und Walen, weshalb täglich Boote ablegen, um nach ihnen Ausschau zu halten. Ich bin zwar oft etwas zurückhaltend, wenn es um Tiere als Unterhaltung geht, aber meiner Erfahrung nach läuft das hier sehr respektvoll ab. Die Tiere werden nicht gejagt, die Boote halten Abstand und die Delfine und Wale kommen von ganz alleine näher. Als kleines Mädchen war ich ein riesiger Delfinfan und das war wirklich ein einmaliges Erlebnis.

→ Entdecke hier meine Erfahrungen beim Wal- und Delfine-Beobachten auf Madeira

3. Schwimme in den natürlichen Meerwasserpools von Madeira

Madeira ist außerdem für seine natürlichen Meerwasserpools bekannt. Was genau das ist? Das sind vulkanische Felsbecken direkt an der Meeresküste, die sich über die Jahre hinweg geformt haben. Einige davon sind noch völlig naturbelassen. Porto Moniz hat die bekanntesten Felsenbäder, die mittlerweile auch ausgebaut und modernisiert wurden. Bei Seixal findest du zwei natürliche Pools und in Funchal gibt es das Doca do Cavacas.
→ Das sind die schönsten natürlichen Meerwasserpools auf Madeira

4. Entdecke Funchal

Funchal ist die Hauptstadt von Madeira und bietet jede Menge Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Zu den Highlights gehören der Mercado dos Lavradores, die Kathedrale Sé und der Botanische Garten in Monte, den du am besten mit der Seilbahn von Funchal erreichst. Möchtest du lieber gemütlich durch die Gassen der Altstadt schlendern? Dann ist die Rua de Santa Maria mit ihren bunt bemalten Türen und den vielen gemütlichen Terrassen genau das Richtige.

Mehr Tipps?
→ Lies auch unseren vollständigen Reiseführer für Funchal
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5. Stoppe an den schönsten Aussichtspunkten Madeiras

Du musst auf Madeira nicht stundenlang durch die Berge wandern, um die spektakuläre Landschaft zu genießen. Entlang der Straßen gibt es unglaublich viele Aussichtspunkte, die du direkt mit dem Auto erreichen kannst. Meistens parkst du ganz in der Nähe und musst nur ein paar Schritte gehen, um einen atemberaubenden Blick über die Berge, die Küste oder den Ozean zu haben.

Einer der bekanntesten ist der Cabo Girão mit seinem gläsernen Skywalk 580 Meter über dem Atlantik. Auch vom Miradouro do Guindaste bei Santana hast du eine fantastische Aussicht auf die raue Nordküste. Wenn du vor allem dramatische Bergwelten sehen willst, ist der Pico do Arieiro eine hervorragende Wahl. Du kannst hier nämlich mit dem Auto fast ganz nach oben fahren, und der Weg bis zur berühmten „Stairway to Heaven“ ist nur etwa 1 Kilometer kurz.

Auch bei einer normalen Inselrundfahrt kommst du ständig an kleineren Miradouros vorbei. Manchmal weisen nur ein einfaches Schild am Straßenrand und eine Parkbucht darauf hin, aber genau diese spontanen Stopps sind oft die schönsten. So kannst du unterwegs immer wieder kurz aussteigen, ohne direkt eine richtige Wanderung daraus machen zu müssen.

Tipp: Plane nicht nur die bekannten Aussichtspunkte fest in deine Route ein. Achte beim Fahren einfach auf die braunen Schildern mit der Aufschrift „Miradouro“. Auf Madeira stößt du regelmäßig auf Aussichtspunkte, die gar nicht auf deinem Zettel standen.
→ Das sind die schönsten Orte für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf Madeira

6. Doch sportlich unterwegs? Geh tauchen, kajakfahren oder canyoning machen

Ist Wandern nicht so dein Ding, aber du möchtest auf Madeira trotzdem nicht auf Outdoor-Aktivitäten verzichten? Dann gibt es mehr als genug Alternativen. Madeira gehört zum Beispiel zu den besten Canyoning-Spots in ganz Europa. Dabei springst, rutschst und seilst du dich durch die Schluchten im Landesinneren ab. Nass wirst du dabei garantiert! Wir haben das selbst gemacht und ich kann Canyoning auf Madeira absolut empfehlen.

Andere tolle Aktivitäten sind Tauchen, Kajakfahren oder Paragliding. Auch Coasteering macht riesigen Spaß – das ist eine Mischung aus Klettern, Springen und Schwimmen direkt an der rauen Küstenlinie. Alles findet natürlich zusammen mit einem lokalen Guide statt, der die schönsten Ecken kennt und genau auf Sicherheit und Technik achtet.

7. Mach einen Tagesausflug nach Porto Santo

Wenn du genügend Zeit auf Madeira hast, ist ein Tagesausflug nach Porto Santo eine super Sache. Porto Santo ist die Nachbarinsel und du erreichst sie ganz einfach mit der Fähre oder einem kleinen Flugzeug. Es ist zwar ein ausgefüllter Tagesausflug, aber eine richtig schöne Erfahrung. Die Überfahrt mit der Fähre dauert etwa 2 Stunden, und anschließend kannst du Porto Santo auf eigene Faust erkunden oder an einer Tagestour teilnehmen.

Diese Insel unterscheidet sich komplett von Madeira: Klar kann man auch hier wandern, aber bekannt ist Porto Santo vor allem für seine endlosen goldenen Sandstrände und die herrlich entspannte Atmosphäre.
→ So kommst du von Madeira nach Porto Santo

Aktivitäten Porto Santo

8. Geh an den Strand

Während Porto Santo für seine Strände berühmt ist, gilt Madeira in dieser Hinsicht eher als Geheimtipp. Das bedeutet aber keineswegs, dass es auf Madeira keine Strände gibt – ganz im Gegenteil. Bei Funchal findest du zum Beispiel den langen Strand Praia Formosa, und bei Machico sowie Calheta gibt es sogar echte Sandstrände. Das ist hier ziemlich außergewöhnlich, denn dieser Sand wurde eigens aus der Sahara importiert.

Mein absoluter Lieblingsstrand auf Madeira ist der Praia do Seixal. Das ist ein schwarzer Sandstrand, der von riesigen, grünen Klippen und steilen Bergen umgeben ist. Es ist vielleicht nicht der typische Strand zum stundenlangen Sonnenbaden, aber verpassen solltest du ihn auf keinen Fall!

Wo übernachtet man auf Madeira am besten, wenn man nicht wandern möchte?

Funchal ist meiner Meinung nach die beste Wahl, da es hier sehr viele Möglichkeiten abseits des Wanderns gibt und der Ort extrem zentral auf Madeira liegt. Möchtest du es lieber etwas ruhiger angehen lassen? Dann sind Calheta, Câmara de Lobos oder Ponta do Sol tolle Alternativen.

→ Entdecke hier die besten Stadtteile in Funchal zum Übernachten

Die Südküste von Madeira ist meist etwas touristischer und sonniger. Der Norden ist der richtige Ort für dich, wenn du die Natur liebst.

Kann man Madeira besuchen, ohne eine einzige Wanderung zu machen?

Ganz ohne Laufen wird es schwierig. Madeira ist nun einmal nicht flach und selbst bei einem Aussichtspunkt, Restaurant oder Meerwasserpool musst du manchmal ein kleines Stück zu Fuß zurücklegen. Wenn du mit „nicht wandern“ jedoch meinst, dass du keine stundenlangen Levada-Wanderungen oder steilen Berg-Touren auf Madeira machen möchtest, brauchst du dir absolut keine Sorgen zu machen.

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